Wohnen

Ein Dach über dem Kopf zu haben ist das mindeste, was zum Wohnen gehört. Manchmal ist es das Eigene, manchmal ein Fremdes, das gemietet wird. Die Wohnung, der Ort an dem wir schlafen, essen und den Alltag erleben, ist unser privatester Raum. Hier können wir sein, wie wir wollen. Geschützt vom Grundgesetz. Niemand darf ohne unsere Erlaubnis in diesen Bereich eindringen. Deshalb ist es wichtig, dass es Gesetze gibt, der Menschen davor schützt, ihre Wohnung zu verlieren. Deshalb ist es wichtig, das mit Land nicht spekuliert wird. Ich unterstütze das Recht auf Wohnen, in jedem Alter, in jeder Lebenslage, mit jedem Einkommen.

Wohnen: Meine Hauptanliegen

  • Wohnen darf nicht teuer sein. Die Hälfte seines Geldes jeden Monat an den Vermieter zu überweisen ist eindeutig zu viel. Wer wenig Geld hat, soll auch wenig Miete bezahlen – auch in der Innenstadt
  • Ich möchte keine neuen Bettenburgen am Stadtrand und kein Disneyland zum Anschauen in der Innenstadt. Rund um das Wohnen gehört ein Einkaufsladen, eine Kita, Schule, was Grünes und eine Parkbank zum Spatzenfüttern.
  • Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, gilt besonders fürs Wohnen. Die einen wollen eine eigene kleine Bude, andere mit Oma und Opa zusammenleben. Genossenschaften, Wohngemeinschaften jeden Alters und andere bunte Wohnformen dürfen mehr Raum in Potsdam bekommen.
  • Potsdam als Universitätsstadt braucht Platz für seine Studierenden, nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Wohnen.
  • Ein eigenes Haus für die Familie sollte auch für Potsdam erschwinglich sein! Deshalb ist günstiges Bauland zum Kaufen wichtig.  

Wohnen und Bauen in Brandenburg

Jahrzehntelang wurden in den Brandenburger Städten die leer stehenden Plattenbauten abgerissen und die Innenstädte saniert. Die Wohnungen wurden schick und an den Meistbietenden verkauft. Selten konnten die alten Mieter das bezahlen und wollten das auch nicht. Die Brandenburger leben gerne zu Miete. Auf dem Lande lebte es sich gemütlicher mit mehr Platz und sehr oft im kleinen, selbst gebauten Häuschen. Die jungen Bewohner dagegen zogen weg, in die Stadt und in die Nähe der Arbeitsplätze. Dieser Trend setzt sich fort: Während in der Prignitz und der Lausitz die Häuschen von Oma und Opa leer stehen, suchen immer mehr Menschen rund um Berlin verzweifelt nach einer Bleibe. Wir können aber die kleinen Dörfer nicht einfach anheben und in den Speckgürtel verlagern. Wir brauchen mehr Mietwohnungen, um die Wohnungsnot in den Städten in den Griff zu bekommen. Das wird eine der Hauptaufgaben von Politik in den nächsten Jahren. Auch meine!

Wohnen in Potsdam

Potsdam blieb nach der Wende von der großen Abrissbirne verschont. Unsere Plattenbauten werden nach und nach renoviert und so wie in Drewitz als grüner Stadtteil schön gemacht. Das funktioniert, weil Potsdam eine große Wohnungsbaugesellschaft (die Pro Potsdam) und mehrere Genossenschaften hat, die ihr Geld für die Wohnungen ausgeben und nicht an private Investoren abgeben müssen. Es fehlt aber an allen Ecken und Enden an Wohnraum. Besonders in den beliebten Stadtvierteln Innenstadt, Babelsberg und West. Dort weitere günstige Wohnungen zu bauen, ist sehr schwer. Wir versuchen es trotzdem. Zum Beispiel am Alten Markt. Der Preis dafür darf jedoch nicht sein, daß jeder freie Platz bebaut wird!

Bezahlbarer Wohnraum muss Menschenrecht sein!

Es war richtig, dass die Sozis die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft (Gewoba) bei klammen Kassen nicht verkauft haben. Sie und die Genossenschaften besitzen über 30 Prozent der Wohnungen in Potsdam. Land in eigener Hand, bedeutet, dass mit dem Besitz der Stadt (oder der Genossen) nicht spekuliert werden kann. Land ist im Gegensatz zu vielen anderen Güter auf dieser Welt endlich. Wir können nicht mehr davon produzieren. Wir müssen mit dem was wir haben, auskommen. Deshalb wird der Preis für Land immer teurer, die Mietpreise steigen. Nur wenn der Grundbesitz in öffentlicher Hand bleibt, können wir uns dem entgegenstemmen. Denn Wohnen ist wichtig, doch es muss auch etwas Geld für Essen, Kultur und Bildung übrig bleiben. Es kein nicht sein, dass Potsdamerinnen und Potsdamer aus ihrer gewohnten Umgebung wegziehen müssen, weil die Miete zu teuer ist.

Mietpreise: Steigende Mieten bekämpfen

Ich will, dass die Menschen in Potsdam ihre Miete weiterhin bezahlen können. Das bedeutet, der Preis für Wohnraum darf nicht höher werden, als er jetzt schon ist. Das ist genug. Die Mietpreisbremse wirkt – leider sehr langsam. Unsere beste Chance ist, mehr zu bauen und damit mehr Wohnungen auf dem Markt zu haben. So viele, dass es nicht mehr so viele Bewerber auf eine Wohnung gibt. Außerdem will Potsdam Wohnungen mit niedrigen Mieten für mehr Menschen, die ein kleines Einkommen haben, bauen lassen – von der eigenen Gesellschaft und den Genossenschaften. Das Land hilft dabei kräftig mit. Menschen allen Alters, die eine Behinderung haben und Familien mit Kindern werden dabei bevorzugt.  Zudem gibt es Unterstützung für den Bau von Studentenwohnheimen. Am Ende sollte es in allen Stadtteilen so viel Wohnungen geben, dass alle eine passende finden. Das wäre jede Mühe wert.

Vielfältiges Wohnen – für alle Generationen

Die klassische Familie (Mutter, Vater, Kinder) ist schon lange nicht mehr das einzige Modell des Zusammenlebens. Vielmehr benötigen wir Wohnraum für alle Lebenslagen, Wohngemeinschaften von Senioren oder Häuser für vier Generationen – vom Enkelkind bis zur Oma – unter einem Dach. Noch wichtiger als die “Wie-viele-Zimmer-Frage?” ist die Frage nach dem Grün vor den Fenstern. Ein kleiner Park und ein Spielplatz gehört zu jeder Wohnanlage in jedem Stadtteil. Gut gepflegt, sauber, mit Mitmach-Möglichkeiten und am liebsten mit einer Ecke zum Bolzen. Kurze Beine, kurze Wege müssen wir in allen Stadtteilen mitdenken. Wenn die Kinder für Kita und Schule keine langen Wege brauchen, gibt es weniger Eltern-Taxis, die Geh- und Radwege zustellen. Und gesund ist es auch!

Bauen in Potsdam und Brandenburg

Dicke oder dünne Geldbeutel werden immer darüber entscheiden, ob jemand eine Villa oder ein Häuschen hat, nur WO jemand wohnt, darf darüber nicht entscheiden. Berliner Vorstadt und Innenstadt sollten für alle Einkommensklassen offen sein, deshalb bietet die Stadt auch dort Sozialwohnungen an. Konkret bauen die Genossenschaften bald am Alten Markt. Wenn es nach der SPD geht für 5,50 bis 7,00 Euro kalt pro Quadratmeter. In Babelsberg gibt es tatsächlich nur noch wenige freie Plätze, Kleingärten oder Wälder sollen für Wohnungen aber nicht angefasst werden. Im ehemaligen Kasernengebiet Krampnitz ist dagegen noch richtig viel Raum und es wird für jeden Geldbeutel eine Möglichkeit geben. Die Stadt muss wie so oft richtig abwägen, genauso bei der Entscheidung zur Bebauung am Babelsberger Park. Der Weltkulturerbestatus ist ein großer Wert für die Stadt, ihn sollten wir nicht verspielen für einige Wohnungen am falschen Platz.

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