Kita & Schule

Unsere Jüngsten sind mir wichtig. In dem Moment, wenn Eltern ihre Kinder an der Kindergartentür abgeben, geben sie auch Verantwortung ab. An uns alle. Wir - die Landespolitik - müssen dafür sorgen, dass genügend Erzieherinnen und Lehrerinnen da sind und dass es allen Kindern gleich gut geht. Den Minis, die noch nicht sprechen können und den Großen, die bald in die Welt hinaus gehen. Sprechen wir also miteinander. Teilen wir die Verantwortung. Unsere Kleinen sollen eine glückliche Kindheit haben und gut vorbereitet werden auf ihr Leben als erwachsener Mensch. Gemeinsam - für unsere Jüngsten.

Kita und Schule: Meine Hauptanliegen

  • Ich möchte, dass die Kita um die Ecke liegt und Eltern ernsthaft zwischen verschiedenen Kitas auswählen können.
  • Eltern müssen darauf vertrauen können, dass Kita und Schule den ganzen Tag geöffnet haben.
  • Leckeres Essen und gesunde Ernährung muss kein Widerspruch sein. Es ist doch möglich, beides zu schaffen. Und auf jeden Fall kostenfrei für Eltern!
  • Ob christliche oder staatliche Schule, Montessori oder Waldorf: eine große Auswahl macht Schule erst so richtig spannend.
  • Alle Kinder brauchen unsere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Daher kämpfe ich für bessere Bedingungen für Inklusion in der Kita und in der Schule.

Kinderbetreuung in Brandenburg

In Brandenburg haben Kinder ab einem Jahr bis zum Ende der 6. Klasse das Recht auf einen Krippen, Kita und Hortplatz. Das ist gut so, weil viele Eltern nach einem Jahr wieder in den Job einsteigen. Je nach Arbeitszeit der Eltern wird dann der Betreuungsumfang der Kinder festgelegt. 4, 6,  8 oder eben 10 Stunden Betreuungszeit am Tag. Das nutzen ziemlich viele Eltern in Brandenburg. 98 Prozent aller Vorschulkinder werden in einer Kita betreut, das ist im Ländervergleich die höchste Quote. Das Land gibt auch vor, wie viele Kinder von einer Erzieherin betreut werden dürfen bzw. müssen. Das letzte Jahr in der Kita ist seit Sommer 2018 kostenfrei für alle Eltern. Das ist super und ein Einstieg in die komplette Beitragsfreiheit. Wichtig ist mir jetzt, dass wir mehr Erzieher in der Gruppe haben, besonders für die Kleinsten, die länger als 8 Stunden in der Kita sind.

Kitas in Potsdam

Potsdam stellt sage und schreibe fast 20.000 Plätze für die Knirpse zur Verfügung. Leider ist die Auswahl dann doch nicht so groß, wenn die Eltern einen Platz suchen. Potsdam wächst seit vielen Jahren und die Zahl der Kitaplätze muss ständig erhöht werden. In Potsdam gibt es nur freie Träger, die im Auftrag der Stadt die Betreuung der Kleinsten übernehmen. Die Träger bauen und sind die Arbeitgeber der Erzieherinnen und Erzieher. Auch die Verträge schließen die Eltern mit den Trägern ab. Die Elternbeiträge sind dagegen in ganz Potsdam einheitlich geregelt. Dafür gibt es eine Elternbeitragssatzung, die von den Stadtverordneten beschlossen wird.

Diese Probleme müssen wir angehen

Das drängendste Problem in Potsdam: Zu wenig Plätze und damit keine Auswahl bei der Suche nach einem Kitaplatz. Sobald eine Familie weiß, dass ein Kind unterwegs ist, müssen sie sich schon für die Warteliste der Wunschkita anmelden. Ausgang ungewiss. Das ist nicht gut. Daher muss jede Chance genutzt werden, um neue Kitas zu bauen – auch Kitas, die der Stadt gehören. Die Elternbeiträge für den Kitaplatz sind schwierig zu berechnen. Damit die Zusammensetzung für Eltern, Träger und Verwaltung deutlich wird, wird das Land das Gesetz überarbeiten. Wir benötigen noch eine bessere Sprachförderung in der Kita. Das wollen wir noch mehr unterstützen.

Chancengleichheit fängt in der Kita an

Kitas sind eine Chance für Kinder die Welt und ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken. Entscheidend ist deshalb, ob in einer Kita echte Bildung vermittelt wird oder nur die Zeit für das Notwendigste da ist. Bildung ist mehr als Anziehen, Wickeln und Füttern. Frühe Bildung bedeutet aber nicht, so früh wie möglich lesen oder schreiben zu lernen. Gute Bildung in der Kita fördert das, was an Talenten in den einzelnen Kleinen steckt. Sie kann die Sprache, das Verhalten und sogar die Noten in der Schule beeinflussen. Wir haben in Brandenburg die Kiezkitas entwickelt, die sich besonders viel Zeit für die Kinder nehmen. Erzieherinnen erhalten eine gute Ausbildung und wir wollen, dass sie besser bezahlt werden. Sie legen mit der Familie den Grundstein für Bildung –  Wissen und Neugierde – im Leben unserer Jüngsten.

Schulen in Brandenburg

Bis zum Ende der sechsten Klasse geht die gemeinsame Grundschule, danach fällt die Entscheidung Oberschule, Gesamtschule oder Gymnasium. Wem es später einfällt, doch noch Abitur zu machen, hat in Brandenburg sehr gute Chancen die Schule zu wechseln. Über 10 Prozent der Schulkinder besuchen inzwischen Freie Schulen mit einem kirchlichen Träger oder einem besonderen pädagogischen Konzept. Auf dem Land ist es mit der Auswahl natürlich etwas schwieriger und die Schulwege sind oft lang – einfach weil es wenige Schülerinnen und Schüler gibt. Unterstützung erhalten auch Schülerinnen und Schüler mit Behinderung, so dass sie in eine Schule ihrer Wahl gehen können. Das ist manchmal eine Förderschule. Die freie Wahl ist uns wichtig, und der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung muss allen Kindern gerecht werden. Da hilft nur ein großes Team an pädagogischen Kräften, die genügend Zeit und eine gute Ausbildung haben.

Schulen in Potsdam

Die Stadt baut die Schulen, kauft Tafeln und Computer und bezahlt die Hausmeister. Das Land ist für die Bildung zuständig, also wie viele Lehrkräfte dort arbeiten und wie viele Stunden unterrichtet werden – und das ist im ganzen Land einheitlich, sonst wäre es ja ungerecht. Jedes Jahr ist die Spannung groß, ob die Erstklässler und die Siebtklässler einen Platz an ihrer jeweiligen Wunschschule bekommen. Wunsch und Wirklichkeit sind nicht immer gleich verteilt, es gibt eben auch besonders beliebte Schulen. Doch die Auswahl zwischen Schulen unterschiedlicher Träger und Konzepten ist in Potsdam sehr hoch. Fast ein Drittel der Schulkinder geht in eine freie Schule. Für die Kinder, die sonst hungrig in den Schulalltag starten, gibt es ein kostenloses Frühstück.

Diese Probleme müssen wir angehen

Lehrerinnen und Lehrer sind Mangelware. In ganz Deutschland. Wir haben die Studienplätze aufgestockt und bilden Seiteneinsteiger aus, die aus der Praxis kommen. Die Zahl der Lehrkräfte müssen wir aber in Zukunft besser im Blick haben. Kinder und Jugendliche mit Behinderung brauchen eine gute Betreuung in der Schule und im Hort ihrer Wahl. Ein Erwachsener an der Seite eines einzelnen Kindes ist nicht gleich Inklusion. Da braucht es bessere Konzepte. Klassen- und Kursfahrten sind beliebt und manchmal ganz schön teuer. Teuer darf aber nicht sein, damit alle mitkommen können.

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