Kultur für alle – Kultur des Miteinanders

Kultur für alle, heißt allen Menschen den Zugang zu Theater, Musik oder Museen zu ermöglichen und Ihnen die Fähigkeit zu geben, Kunst zu verstehen und sich selbst künstlerisch auszudrücken. Doch es ist mehr. Kultur ist gemeinsames Erleben und fügt unsere Gesellschaft zusammen. Alle sollten grundsätzlich die Möglichkeit haben, Kultur zu schaffen und Künstlerinnen und Künstler müssen von ihrer Arbeit leben können. Meine vier Ideen, wie wir mehr Kultur für alle und mehr Gemeinsames in der Kultur schaffen.

 Eintritt frei unter 18 Jahren

Wer erinnert sich nicht an sein erstes Theaterstück? Bei mir war es „Der Hase und der Igel“ mit der Kita im Hans-Otto-Theater in der Zimmerstraße. Es war ziemlich beeindruckend, noch heute habe ich die riesigen Kohlköpfe vor Augen. Das ist bestimmt der Grund, dass ich gerne ins Theater gehe, ins Hans-Otto-Theater, aber auch ins T-Werk in die Schiffbauergasse oder zum Poetenpack nach West. Die Liebe zur Kunst wird schon in der Kindheit gesät. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche viel und möglichst kostenlos mit Kunst und Kultur zu tun haben. Ich will daher freien Eintritt für die Museen für alle unter 18 Jahren! Günstige Tickets für Theater und Musik – der Nikolaisaal ist da vorbildlich. Die Organisation Kultür finde ich einfach Klasse! Kultür ermöglicht vielen Menschen mit geringem Einkommen kostenlos bei Kultur- und Sportveranstaltungen dabei zu sein. teilzunehmen. 

Teilhabe bedeutet: nicht nur zuschauen!

Nicht nur Theater macht Lust auf mehr. An den Musik- und Kunstschulen in Potsdam wird eifrig selbst in die Tasten gehauen und der Pinsel geschwungen. Vor allem für die Arbeit mit Kindern und Jugendliche hat das Land Brandenburg die Förderung der Kunst- und Musikschulen in den letzten Jahren enorm erhöht. Das ist ein sehr guter Schritt. Aber man ist nie zu alt, um selbst künstlerisch aktiv zu werden. Zum Beispiel im Bürgertheater oder auf der Bürgerbühne. Da werden gemeinsam Theaterstücke entwickelt und aufgeführt – da geht es um aktuelle Themen, die die Mitmachenden bewegen, persönliche aber auch gesellschaftskritische. Das Hans-Otto-Theater hat eine Bürgerbühne und am Theater Poetenpack gibt es ebenfalls ein Bürgertheater. Ich halte beide für Vorbilder der kulturellen Teilhabe. Wenn das nicht förderungswürdig ist! Bislang leider nicht, das möchte ich ändern. 

Gute Arbeit auch für Kunstschaffende

Die Potsdamer Kulturszene ist bunt und rege. Viele leben davon, ihre Kunst zu zeigen und auch zu verkaufen – Bildende Künstler in Galerien, Theaterleute auf der Bühne, Musikerinnen im Studio. Das ist für uns oft eine echte Freude aber für die Kunstschaffenden auch harte Arbeit und sollte genügend Geld einbringen. Gerade die freien Theater brauchen mehr Sicherheit. Die Sicherheit, womit sie im nächsten Jahr arbeiten können und wovon sie leben sollen. Deshalb möchte ich, dass Land und Stadt mehrjährige Verträge mit den Theatern abschließen. Zu guten Konditionen! Damit nicht nur der Mindestlohn dabei herausspringt. Um gute Arbeit zu leisten sind gute Arbeitsbedingungen entscheidend. Dazu gehören auch preiswerte Räume für Kunstschaffende. Die Schaffung von neuen Arbeitsräumen und Kreativquartieren muss dabei immer mit den Nutzerinnen und Nutzern zusammen geplant werden. 

Meine vier Ziele für mehr Kultur für Alle und für eine Kultur des Miteinanders:

  • Mehr Geld für mehr Theater. Die freien Theater hangeln sich derzeit finanziell von Jahr zu Jahr. Sie brauchen mehrjährige Verträge, um im Voraus zu planen.
  • Eintritt frei bis 18 Jahre! Kostenloser Eintritt für Kinder und Jugendliche im Potsdam Museum, Naturkundemuseum und den anderen Museen, die von Stadt und/oder Land unterstützt werden ist mein Ziel! 
  • Preiswerte Kunstquartiere (auch) in der Stadtmitte: Gemeinsam mit den Nutzern sollen die Räume für Kunstschaffende entstehen und die Fördermittelprogramme des Landes dazu durchforstet werden. Da findet sich was! 
  • Die Bürgerbühnen des Hans-Otto-Theaters und Poetenpack zeigen Engagement. Da sollte auch eine Förderung vom Land drin sein. 
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