Idee der Landesregierung, das MWFK nach Cottbus zu verlegen, ist nicht nachvollziehbar

Die Idee der Landesregierung, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) nach Cottbus zu verlegen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die Landeshauptstadt Potsdam ist mit Abstand der größte Wissenschafts- und Kulturstandort Brandenburgs und hat sich in enger Zusammenarbeit mit dem MWFK einen guten Ruf erarbeitet. Etwa 51 % aller Brandenburger Studierenden studieren in Potsdam, 15 von derzeit 23 Forschungseinrichtungen, die Mittel aus dem Landeshaushalt erhalten, sind direkt in Potsdam angesiedelt. Im Jahr 2018 flossen 56 % der Kulturprojektförderung des Landes nach Potsdam. Hierfür ist eine enge und direkte Abstimmung nötig.

Ich fürchte jedoch, dass die für die Betroffenen vollständig überraschenden Reformideen der Landesregierung in der Potsdamer Kulturszene von Musikfestspielen über das Hans-Otto-Theater bis hin zu den vielen freien Trägern für unnötige Irritationen sorgen kann. 

Wenn man der Lausitz auch nach dem Ende der Braunkohle eine Zukunft geben will, so spricht sehr viel mehr dafür, das Ministerium für Wirtschaft und Energie nach Cottbus zu verlegen. Das MWE könnte so Ansiedlungen und den Strukturwandel in der Lausitz noch besser begleiten.

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