Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Die alte Försterei

König Friedrich Wilhelm IV. jagte gerne und das hat uns diesen herrlichen Teil von Potsdam geschenkt. Für ihn wurde hier ein umzäunter Wildpark mit Pirschhäusern und Jagdkanzeln errichtet. Auch heute ist die Gegend ein beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner von Potsdam-West. Der Haupteingang des 870 ha großen Wildparks ist das Forsthaus am Bahnhof Sanssouci, welches 1841-42 im normanischen Stil von Persius entworfen wurde. Heute befindet sich dort die Tierklinik.  Weitere Eingänge sind das Forsthaus Südtor und das Forsthaus Nordtor, welche unter dem Namen Kuhfort-Haus bekannt ist. Einige Jahre später kam dann 1847 in traditionell bayrischer Bauweise das Bayrische Haus hinzu, in dem sich heute eines der besten Potsdamer Hotels befindet. Das größte Gebäude im Wildpark ist die Wildmeisterei. Hier hat früher der Hegemeister mit seiner Familie gewohnt. Heute befindet sich hier auch die Waldschule. Vom Haupteingang am Bahnhof braucht man ca. 20 Minuten zu Fuß. Es wird viel Wissen rund um den Wald vermittelt. Wer Interesse an einem Besuch hat kann sich unter 0331 - 95130284 nach passenden Angeboten erkundigen.

Entworfen wurde der Plan des Wildparks vom berühmten Gartengestalter Lenné. Er hat einen Wegestern mit 8 verschiedenen Alleen gestaltet. Im Kreuzungsbereich der Alleen kann man heute noch unter einem großen Schirm picknicken. Im Wildparkt selbst gibt es auch drei Berge. Der Schäfereiberg ist mit 86 Metern der höchste, dann folgt der Große Entenfängerberg mit 82 Metern und der Kellerberg schafft es noch auf 63 Meter Höhe.

 

Der Wildpark hat aber noch eine weitere Attraktion und zwar eine lebendige. Seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gibt es hier eine Graureiher-Kolonie. Insgesamt 200 Brutpaare leben auf einer Fläche von 3 ha. Seit 1989 sind diese als Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt.