Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Die Erlöserkirche in der Brandenburger Vorstadt

Ein toller Stadtteil. Hier bin ich zur Schule gegangen Sportschule, weite Teile meiner Jugend habe ich mich beim Havelimbiss mit exzellentem Döner ernährt und viele Jahre habe ich in der Kastanienallee gewohnt.

Auch wenn ich jetzt in der Innenstadt lebe, führt mich mein Bürgerbüro in der Zeppelinstraße regelmäßig hierher. Leider komme ich dann immer an Fleischer Riek vorbei, für dessen Fleischsalat ich eine ausgeprägte Schwäche habe.

Potsdam-West besteht eigentlich aus zwei unterschiedlichen Bereichen, zum einen die Brandenburger Vorstadt mit ihren wunderbaren Jugendstilbauten und zum anderen aus Potsdam-West, welches erst später in den 20er und frühen 30er Jahren entstand. Folgerichtig gibt es auch mehrere Vereine, die sich um das Miteinander kümmern. Zum einen der Verein Brandenburger Vorstadt mit seinem legendären Stadtteilfest Affe, Schaf und Känguru. Und dann natürlich die West-Kurve und das Stadtteilnetzwerk.

Diese Ecke Potsdams ist so bunt, wie kaum ein anderer Stadtteil. Der Bahnhof Pirscheide atmet noch den Charme der DDR. Seit Jahren setze ich mich dafür ein, dass er wieder reaktiviert wird, um weitere Bahnverbindungen zu ermöglichen. Dann folgt das Herz des Leistungssports in Potsdam – der Luftschiffhafen. Der Ort von Schweiß, Tränen und olympischen Geschichten,  an dem viele Potsdamer ihre Muskeln trainierten. Weiter stadteinwärts in der Brandenburger Vorstadt wird getauscht und getratscht. Neue Ökos und alte Protestanten gemeinsam für Nachhaltigkeit.

Wer das nicht braucht, geht einfach über die Straße. Der Kiewitt bietet sanierte Neubauten aus der DDR mit Traumblick auf die Havel. Und nicht zu vergessen die besondere Atmosphäre rund um den Schillerplatz und in der Stadtheide.

Eigentlich gibt es DAS Potsdam-West gar nicht. Sondern es gibt unglaubliche Vielfalt und alle zusammen leben die Potsdamer Toleranz. Hier soll jeder nach seiner Fasson selig werden.