Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Bridge of Spies – die Glienicke Brücke

Potsdams schönster Eingang ist sicher die Glienicker Brücke. Zu DDR-Zeiten legendäre Austauschstelle für die Spione des Kalten Krieges, breitet sich hier jetzt für jedermann ein Blick auf die Schönheit der Potsdamer Landschaft aus. Von Berlin kommend sieht man linker Hand den wieder erblühenden Park Babelsberg, nach rechts öffnet sich hier der Blick bis zur Heilandsinsel. An das Glück der deutschen Einheit erinnert direkt an der Glienicker Brücke die Bronzeplastik Nike 89 von Bildhauer Wieland Förster.

Die Berliner Vorstadt ist geprägt von schönen Villen. Hier hat sich nach der Wende auch so mancher Prominente niedergelassen. Wer in der Garage du pont Abendbrot isst, kann mit etwas Glück den einen oder anderen Fernsehliebling treffen.

Die Berliner Vorstadt ist aber nicht nur Wohnort, hier wird auch Kultur ganz groß geschrieben. Gleich nach der Brücke findet sich die vom Manager Mathias Döpfner wieder aufgebaute Villa Schöningen. Hier finden neben Ausstellungen auch Lesungen, Vorträge und Filmabende statt.

Der größte Kulturstandort Potsdams, die Schiffbauergasse, befindet sich ebenfalls in der Berliner Vorstadt. Auf diesem Gelände wurde zu DDR-Zeiten Koks und Teer produziert. Nach der Wende wurde das Areal dann von Künstlern erobert. 1999 beschlossen die Stadtverordneten, daraus ein Kulturareal zu  machen. Der Neubau des Hans-Otto-Theaters wurde nicht wie ursprünglich geplant in der Zimmerstraße realisiert, sondern zog ans Wasser. Der wunderbare Bau des heutigen HOT stammt vom Architekten Gottfried Böhm. Neben dem HOT finden sich viele weitere Potsdamer Kultureinrichtungen. Wer noch nie da war, dem empfehle ich unbedingt einen Besuch in der tanzfabrik