Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Festival-Stimmung beim SPD-Sommfest

Weder herbstliche Temperaturen noch zum Teil strömender Regen konnten die Brandenburger Sozialdemokraten aufhalten: Mehr als 2500 Parteimitglieder, Sympathisanten und Freunde der märkischen SPD waren am Abend des 10. Juli dem Ruf des Landesverbandes und der Landtagsfraktion zum inzwischen siebten Sommerfest in den Potsdamer Volkspark gefolgt.

Bei köstlicher Kulinarik, guten Gesprächen und Tanzbarem von Jazz bis Rock wurde gemeinsam Kraft getankt für einen spannenden und ehrgeizigen Wahlkampf.

Neben hervorragender Festivalstimmung, die im Laufe des Abends mehr und mehr Besitz vom einstigen Bugagelände ergriff, wurden im 40-minütigen Kundgebungsteil aber auch die politischen Herausforderungen und Chancen des anstehenden Superwahltages am 27. September klar umrissen. Sowohl SPD-Landtagsfraktionschef Günter Baakse, als auch Ministerpräsident Matthias Platzeck verwiesen auf die erfolgreiche Regierungsarbeit im Brandenburger Landtag, die es in den kommenden fünf Jahren fortzusetzen gelte. Die Kompassnadel stehe ganz deutlich auf Rot, dennoch müssten noch viele Brandenburger auf diesen Weg mitgenommen werden. "Ich freue mich auf einen tollen Wahlkampf mit Euch", rief Spitzenkandidat Matthias Platzeck seinen Anhängern unter den bunten Regenschirmen zu.

Dass die Mark und ganz Deutschland künftig allen Umfragewerten zum Trotz von Brandenburg aus regiert werden können, daran ließ Parteivorsitzender und Ehrengast Franz Müntefering in seiner kurzen Rede keinen Zweifel. An seiner Seite schwörte Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, der in Brandenburg/Havel um das Bundestagsdirektmandat kämpft, die Massen auf eine Richtungswahl ein. "Es geht um den Atomausstieg. Es geht um den Mindestlohn. Es geht um Bildung, die allen unseren Kindern zugänglich sein muss. Geht raus auf die Feste und in Eure Vereine und erzählt den Leuten davon", donnerte Steinmeier in Angriffslaune, die den Funken durch den Starkregen hindurch überspringen ließ.

Franz Münterfering, das spürten die 2500, wird Recht behalten. "Auch wenn es manchmal nicht danach aussieht. Über den Wolken scheint die Sonne für uns."