Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Potsdamer Sozialdemokraten nominieren Wicklein, Geywitz und Schubert

SPD-Parteitag im Zeichen der Bundestags- und Landtagswahlen
Die Potsdamer Sozialdemokraten haben am Samstag für die Bundestagswahlen im kommenden Jahr erneut Andrea Wicklein nominiert. Wicklein, die seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages ist, erhielt in gemeinsamer Sitzung mit Delegierten aus Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming 100 von 108 Stimmen.

Wicklein verwies im Zusammenhang mit der aktuellen Krise der Finanzmärkte darauf, dass es einzig die Sozialdemokraten seien, die taugliche Konzepte anböten: "Wahre Sicherheit gibt es nur 'von Menschen für Menschen' – wir sind es, die die Balance von Markt und Staat wieder herstellen, wir sind es, die nach dem Rettungsschirm für die Finanzmärkte auf einen Rettungsschirm für Arbeitskräfte gedrängt haben", so Andrea Wicklein.

Für den Landtagswahlkreis 21, der die Potsdamer Innenstadt, Potsdam-West, Babelsberg, Eiche, Golm und Grube umfasst, wurde die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende und langjährige Stadtverordnete mit 60 von 65 Stimmen als Kandidatin bestätigt. Geywitz hatte den Wahlkreis bereits 2004 direkt gewonnen. In ihrer Kandidatenrede lobte Geywitz die Erfolge der Arbeitsmarktreformen, die sich in Potsdam deutlich zeigten. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit habe ihren Schrecken verloren – in Potsdam liege die Arbeitslosenquote der unter 25-jährigen bei nur noch 3,9 %, die Zahl der Jugendlichen, die länger als sechs Monate arbeitslos sind, bei 56. Geywitz weiter: "Bei allen Erfolgen – die Agenda 2010 ist nicht in Stein gemeißelt. Wir brauchen eine Änderung bei den Bedarfssätzen für Kinder. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, die einfach von allem ein bisschen weniger brauchen. Kinder haben eigene, ganz spezielle Bedürfnisse."

Im Landtagswahlkreis 22 (Waldstadt I und II, Schlaatz, Teltower und Templiner Vorstadt, Stern, Drewitz, Kirchsteigfeld, Musikerviertel, Zentrum Ost) tritt erstmals der Potsdamer SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Mike Schubert an. Schubert erhielt 54 von 64 Stimmen, er tritt hier die Nachfolge von Ministerpräsident Matthias Platzeck an, der den Wahlkreis 2004 direkt gewann und 2009 in der Uckermark antritt. Schubert will den Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit in der Entwicklung der Hauptstadtregion setzen: "Das Bevölkerungswachstum im 'Speckgürtel' ist kein Selbstläufer – die Infrastruktur muss mit wachsen. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, Schulen und Kindertagesstätten. Dies können die Städte und Gemeinden nicht alleine Leisten. Hier brauchen Sie die Unterstützung des Landes." Schubert, der seit 30 Jahre im Wahlkreis lebt, sprach der Linken den Alleinvertretungsanspruch für die Menschen im Potsdamer Süden ab: "Diese Stadtteile und ihre Menschen sind vielfältiger als mancher meint, der behauptet, für sie zu sprechen. Hier leben und arbeiten viele Menschen, die sich nicht von der Linken vertreten lassen wollen", so Schubert.

Zu Beginn der Konferenz hatte Oberbürgermeister Jann Jakobs in einer kämpferischen Rede den Anspruch der Potsdamer Sozialdemokraten erneuert, Verantwortung für die Landeshauptstadt zu tragen: Die SPD sei die Partei, die für die gesamte Stadt arbeite und sich nicht nur für die eine oder andere Seite der Havel engagiere. Jakobs hob die Geschlossenheit hervor, die sich in den letzten Jahren in der Potsdamer SPD entwickelt habe. Dies mache Mut für die Wahlkämpfe der nächsten beiden Jahre.

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