Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Verkehr

Potsdam wächst schnell, aber es gibt nicht mehr Platz und kaum mehr Straßen. Das Verkehrsaufkommen wächst und wir spüren die zunehmenden Probleme im täglichen Verkehr. Wir können Potsdam aber nicht in eine autogerechte Stadt verwandeln. Das wäre auch aufgrund ihrer Insellage und der vielen Schlösser und Gärten auch gar nicht möglich. Der Verkehr wird sich im Wesentlichen nur durch eine bewusste Umverteilung in Richtung der umweltverträglichen Verkehrsarten (ÖPNV, Rad und zu Fuß) steuern lassen. Das Verhältnis von motorisiertem Individualverkehr zu diesen Verkehren muss sich deutlich zugunsten von ÖPNV, Rad- und Fußwegen ändern. Da die Hauptbelastung derzeit durch Berufspendler erzeugt wird, müssen wir die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und den Umlandgemeinden verbessern. In der Frage des ÖPNV verfolgen Potsdam und die Umlandgemeinden gleiche Interessen. Es geht darum, im Hinblick auf den Regionalverkehr gegenüber dem Land mit einer Stimme zu sprechen und bei Fragen, die gemeinsam kommunal erledigt werden können, endlich zu klären, wer was wann umsetzt. So sollte die Landeshauptstadt Potsdam zum Beispiel endlich die Busspur von Geltow nach Potsdam bauen, die Stadt Werder kümmert sich um ein weiteres Parkhaus am Bahnhof und gemeinsam können wir uns beim VBB dafür einsetzen, den Tarifbereich ABC auszuweiten. Dabei ist uns klar: Wenn Potsdam weiter wächst und das Umland auch, dann können wir den Stau zur Hauptverkehrszeit morgens und abends nicht verschwinden lassen. Was wir tun können: den ÖPNV so attraktiv zu machen, dass er als bequeme Alternative wahrgenommen wird. Wenn Bus und Straßenbahn am Stau vorbeirollen und bequeme Umsteigemöglichkeiten vorhanden sind, werden mehr Menschen diese Alternativen nutzen. Dazu gehört eine Busspur genau so, wie die Verlängerung bereits bestehender Straßenbahn-Linien (z. B. nach Krampnitz und weiter über Fahrland nach Marquardt) und verlässliche Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus, Straßenbahn und Regionalverkehr.