Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Museen in Potsdam

Das Museum Barberini an der Alten Fahrt

Das Haus der brandenburgisch-preußischen Geschichte ist das zentrale Brandenburger Landesmuseum mit interessanten wechselnden Ausstellungen von der Freikörperkultur in den 20er Jahren bis zur Bedeutung des Reformators Luther.  Seit 2007 ist es – etwas versteckt – auf dem neuen Markt in Potsdam zu finden. Besonders eindrucksvoll ist der große Veranstaltungsraum mit seinem historischen Gewölbe. Finanziert wird das Museum im ehemaligen königlich-preußischen Kutschstall von der Landesregierung.

Das städtische Potsdam Museum hat 2012 endlich einen angemessenen Platz am alten Markt gefunden. Es ist in dem barocken Ensemble von ehemaligen Alten Rathaus und dem angrenzenden Knobelsdorffhaus untergebracht. Markantes Wahrzeichen des Museums ist die vergoldete Atlas-Figur auf der Kuppelspitze des Alten Rathauses. Sie ist auch das Symbol des Fördervereins des Potsdam Museums, deren Mitglieder engagiert für ihr Stadtmuseum eintreten. Das Museum sammelt, bewahrt und zeigt Objekte zur Kultur und Geschichte der Landeshauptstadt. Die Dauerausstellung „Potsdam. Eine Stadt macht Geschichte.“ gibt einen Überblick über 1000 Jahre Geschichte der Stadt. Parallel dazu wird in einer Sonderausstellung jeweils ein Aspekt der spannenden Kunst- und kulturgeschichtlichen Entwicklung Potsdams betrachtet.

Sehr beliebt, vor allem bei den kleinen Potsdamern, ist das Naturkundemuseum. Es ist das einzige Naturkundemuseum in Brandenburg. Hier gibt es ausgestopfte Bären, Wölfe, Vögel und echte Fische zu bestaunen. Das Museum zeigt eben die komplette tierische Artenvielfalt im Land Brandenburg. Ein Wisent und ein Elch, die sich von Polen nach Brandenburg verirrt hatten, sind auch zu sehen. Leider gibt es zum Verdruss der Potsdamer Abgeordneten keine Landesmittel für das Museum.

Das Filmmuseum wird dagegen komplett über das Land finanziert. Es behütet unter anderem das DEFA-Erbe und residiert im ältesten Haus der Stadt, im Marstall, dem Pferdereitstall der Preußischen Könige. Bereits 1981 wurde das „Filmmuseum der DDR“ dort eröffnet und 1990 von der Landesregierung übernommen. Seit 2011 ist es auch Teil der Filmuniversität Konrad Wolf. Das Museum zeigt die Welt es Films und besonders die Geschichte des Babelsberger Filmstandortes, von der UFA zur DEFA bis zu den erfolgreichen Studio Babelsberg Produktionen heute.

Architektonische Kleinode sind auch das Museum Alexandrowka im russischen Viertel und das Jan Bouman Haus im holländischen Viertel der Stadt. Beide sind im Original restaurierte Häuser und zeigen den typischen Baustil der beiden Stadtteile, die für die russischen und holländischen Einwanderer gebaut wurden. Mit Möbeln und Hausrat ihrer Zeit, geben Sie einen Einblick in die Alltagskultur der Bewohner, die für den Aufbau der Mark angeworben worden waren.

Das FLUXUS+ Museum war das erste private Museum in Potsdam. Es ist eine Stiftung des Mäzens Heinrich Liman und zeigt die Arbeiten des Künstler Wolf Vostell sowie weiterer Künstler der Fluxus-Bewegung.  Beheimatet ist das Museum seit 2008 in der Schiffbauergasse.

Das Museum Barbarini ist das jüngste und inzwischen bekannteste Museum Potsdams. Bereits vor dem Bau und der Eröffnung im Januar 2017 machte das Museum Schlagzeilen. SAP Gründer Hasso Plattner suchte in Potsdam einen Platz für seine hochkarätige Kunst-Privatsammlung. Die Idee, das Hotel Mercure im Lustgarten abzureißen und einen Museumsneubau zu errichten, erregte die Gemüter der Potsdamer. Schließlich kam es zu der Entscheidung Plattners, das ehemalige Palais Barbarini originalgetreu wieder aufzubauen und dort das Kunstmuseum unterzubringen. Die Potsdamer und die Kunstwelt sind begeistert.