Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Ausbildung

Es gibt eine sehr große Auswahl an Ausbildungsplätzen bei Potsdamer Unternehmen, um nach der Schule in den Beruf zu starten. Die richtige Ausbildung zu finden, die zu den eigenen Talenten passt, ist gar nicht so einfach, auch dabei gibt es so viele Möglichkeiten, dass man schon wieder in Schockstarre verfallen kann: Versucht es mal mit der Beratung in der Potsdamer Berufsberatung der Arbeitsagentur, auf einer Ausbildungsmesse oder bei der IHK Potsdam.

Berufliche Ausbildung ist in Deutschland dual, d.h. der praktische Teil wird im Ausbildungsbetrieb gelernt und der theoretische Teil in der Berufsschule. In Brandenburg sind die Berufsschulen Teil der Oberstufenzentren (OSZ). Angegliedert sind an den städtischen Zentren auch ein- oder zweijährige Fachoberschulen, an denen das Fachabitur möglich ist und Fachschulen, die auf einer Ausbildung aufbauend,  eine Weiterbildung und Spezialisierung ermöglichen. Jedes Oberstufenzentrum hat auch eine Berufsorientierungsklasse, wenn Jugendliche so gar keinen Plan haben, in welche Berufsrichtung  es denn gehen soll.

Das OSZ I hat den Ausbildungsschwerpunkt Technik.  In den grandios sanierten ehemaligen Reithallen und Pferdeställen der Garde Ulanen Kaserne am Rande des Bornstedter Feldes lernen  Maurer, Tischler, Fotografen, Verkäufer und Friseure ihr Handwerk. Hier kann man das technische Fachabitur erwerben.

Das OSZ II bietet Bildungsangebote aus dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung. Seit Mai 2014 trägt es auch den Titel „Europaschule“. Auch hier reicht die Ausbildung von der Fachoberschule über die Berufsfachschule bis zu den verschiedenen Möglichkeiten der beruflichen Bildung in den dualen Bildungsgängen der Berufsschule. Hier lernen z. B. der/die Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement und Bankkaufleute. Es gibt eine schier riesige Anzahl an Unternehmensbereichen, die Kaufleute benötigen: Industriekaufleute, Kaufleute für Dialogmarketing, Personaldienstleistungskaufleute, Kaufleute für Speditions- und Logistikdienstleistungen, für Versicherung und Finanzen, für Tourismus und Veranstaltungskaufleute. Also, viel zu tun.

Am OSZ III mit dem Namen „ Johanna Just“ werden die Ausbildungsschwerpunkte Ernährung/Hauswirtschaft, Gesundheit und Soziales unterrichtet. Koch oder Köchin, Medizinische Assistent/in oder Erzieher/in - das sind die beliebtesten Berufe an der „Johanna Just“, die nach ihrer Gründerin und ersten Direktorin benannt wurde.  Die Schule wurde 1884 als „Frauengewerbe-, Haushaltungs- und Kochschule nebst Töchterpensionat“  eröffnet und später zur „Staatlichen Handels- und Gewerbeschule für Mädchen zu Potsdam“. Seit 1908 ist sie am heutigen Standort in der Berliner Straße. Seit einigen Jahren wird auch das soziale Fachabitur angeboten, mit dem Schülerinnen und Schüler an der Fachhochschule im Bereich Soziales studieren können.

Übrigens, Jugendliche, die bereits einen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, werden von ihrem Ausbildungsbetrieb am zuständigen OSZ angemeldet.

Eine Anlaufstelle für Jugendliche mit Behinderung, die noch nicht wissen, für welchen Beruf sie sich aufgrund ihrer Interessen und ihrer Einschränkungen entscheiden sollen oder können gibt es im Oberlin Berufsbildungswerk, das Zentrum für berufliches Reha-Assessment (ZEBRA). Zur Auswahl stehen z.B. eine Ausbildung im Oberlin-Berufsbildungswerk in Kombination mit der sonderpädagogischen Berufsschule Theodor Hoppe.

Berufliche Schulen in freier Trägerschaft sind hier zu finden.