Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Als religionspolitische Sprecherin bin ich für alle Fragen zuständig, die im Verhältnis von Staat und Religionsgemeinschaften eine Rolle spielen. Das fängt an über die Förderung von Religionsunterreicht an der Schule über die Fragen des Friedhofswesens bis hin zu Debatten über religiöse Symbole. Die Religionsfreiheit ist ein Deutschland ein geschütztes Grundrecht. Dort heißt es in Art. 4 Absatz 1 „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.“ (2) „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

 

In der Landesregierung ist das Kulturministerium für alle Fragen zur Religionspolitik zuständig. Das Miteinander zwischen Staat und Kirchen ist teilweise in Verträgen geregelt. Ein großer Erfolg war es, dass wir in Brandenburg das erste Mal nach dem Holocaust wieder eine Rabbinerausbildung an einer deutschen Universität haben. Das (Abraham Geiger Kolleg) führt die große Tradition des liberalen Judentums fort. Studierende können durch die (Leo Back Foundation) gefördert werden, in deren Stiftungsrat ich einen Sitz habe.  

 

Eine lange Debatte gab es in Brandenburg Anfang der 90er Jahre um die Einführung des Faches Lebensgestaltung-Ethik-Religion, das bekenntnisfrei und religiös neutral unterrichtet.  Mittlerweile hat sich die Erregung gelegt. LER und Religionsunterricht können von den Schülerinnen und Schülern parallel besucht werden. Es gibt aber auch auf Antrag die Möglichkeit, sich von LER befreien zu lassen.

 

Ein aktuelles Thema im Umgang mit den Religionen ist in unseren Tagen der Umgang mit dem Islam. Bis vor wenigen Jahren gab es noch kaum Anhänger dieser Religion in Brandenburg. Das hat sich geändert und wir müssen das Zusammenleben mit den Menschen moslemischen Glaubens in unserem Land ausgestalten.

 

Übrigens bin ich selber eine evangelische Christin und Teil der Gemeinde der (Nikolaikirche) in Potsdam.