Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Debatte zum Wiederaufbau

Der Landtag Brandenburg steht an einer historischen Stelle der Stadt. Hier existierte schon seit Jahrhunderten eine Bebauung, erst als Festung und Burg und dann in Form eines Schlosses. Der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm baute es zwischen 1664-69. Danach wurde es mehrfach umgebaut. Zuletzt von Friedrich II. im Jahre 1740. Der Entwurf des Architekten Knobelsdorff im friederizianischen Rokoko prägte 250 Jahre die Stadt. Nach dem Ende der Monarchie wurde das Schloss von der Stadtverwaltung Potsdam genutzt. Schwer zerstört wurde das Gebäude beim Großangriff der britischen Luftwaffe am 14. April 1945.

Die SED beschloss 1959 trotz Protesten aus der Bevölkerung den Abriss der noch erhaltenen Teile des Stadtschlosses. Für viele Jahre war das Herz der Stadt eine Brache. 

1999 machte die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung die Potsdamer Mitte zu einem Sanierungsgebiet mit dem Ziel der Neubebauung des ehemaligen Stadtschlosses. 

Am 20. Mai 2005 fasste der Landtag den Beschluss, ein neues Parlamentsgebäude in den Um- und Aufrissen des historischen Stadtschlosses zu errichten. Meine Rede in dieser Debatte finden Sie hier. Im Protokoll erkennt man auch den heftigen Gegenwind der Linkspartei gegen dieses Haus. Sie hatte im Kommunalwahlkampf noch stark dagegen mobilisiert. Nachdem der Bebauungsplan des Landtages mehrfach durch die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung fiel, einigte man sich zwischen Befürwortern und Ablehnern des Projektes auf eine Bürgerbefragung. Und die Potsdamer machten den Weg frei für die Wiedererlangung der historischen Mitte, für die der Landtagsneubau der Startschuss war.