Klara Geywitz
Stark für Brandenburg.

Das Landtagsgebäude

Das brandenburgische Parlament sitzt in einem Neubau, dessen Fassade sich stark an die des früheren Potsdamer Stadtschlosses anlehnt. Ermöglicht wurde dies durch eine Spende von 20 Millionen Euro der Hasso-Plattner-Stiftung. Eine weitere Spende des Potsdam-Liebhabers ermöglichte es, das Gebäude mit einem Kupferdach zu versehen.

Wer sich die Fassade genau betrachtet, wird auch noch Teile der alten, originalen Säulen finden. Insgesamt wurden 307 noch erhaltene Elemente wieder eingebaut. Die Fassade selbst ist aus sächsischem Sandstein und wird von 187 Pilastern unterbrochen (das sind die platten Säulen). Das ursprüngliche Schloss hatte nur drei Etagen. Wegen des Raumbedarfs des Parlaments hat der Neubau jetzt vier Etagen. Die oberste hat der Architekt Kulka geschickt im Dach versteckt, so dass der Eindruck eines dreigeschossigen Gebäudes erhalten blieb. Das Fortunaportal ist der Eingang, durch ihn betritt man den Innenhof. Links und rechts auf dem Rasen sieht man das Kunstwerk „Zugabe“ des Künstlers Florian Dombois.

Schreitet man weiter, betritt man durch die Glastüren das Gebäude und steht als erstes im Knobelsdorffschen Treppenhaus. Es bildet den Übergang zwischen dem historischen Äußeren und dem modernen Inneren. Sechs originale Reliefs aus dem Jahr 1750 und vier Mamoratlanten von 1748 sind hier zu sehen.

Im Inneren findet sich dann ein modernes Parlamentsgebäude, in welchem die Landesfarben Brandenburgs rot und weiß dominieren. Wer uns besucht, sollte sich einen Ausblick von der Dachterrasse über die historische Innenstadt nicht entgehen lassen.