| Klara Geywitz MdL zur Verabschiedung des Schüler-Bafögs |
| Donnerstag, 3. Juni 2010 | |
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„Unseren Kindern soll es einmal besser gehen“
„Viel zu oft hängt gute Bildung heute vom Kontostand der Eltern ab. In unseren Abitur- und Fachoberschulklassen gibt es zu wenig Kinder aus einkommensschwächeren Haushalten“, erläutert Klara Geywitz das Projekt. „Mit dem Brandenburger Schüler-Bafög wollen wir einen Anreiz geben, damit mehr Schüler Abitur machen.“ Es steht allen Kindern aus einkommensschwächeren Familien offen und beträgt je nach Haushaltseinkommen 50 oder 100 Euro im Monat. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden und soll für Bücher, Laptops oder Schulfahrten verwendet werden. Ab dem neuen Schuljahr können es Schüler der Klassen 11 und des ersten Jahres der Fachoberschule bekommen. „Die Anträge für das Schüler-Bafög sind ab Schuljahresanfang in den Schulsekretariaten der betroffenen Schulen erhältlich. Sie müssen beim Amt für Ausbildungsförderung abgegeben werden“, sagte Geywitz. Unterstützung findet das Schüler-Bafög auch bei Schulleitern. „Es erhöht die Chancengleichheit beim Zugang auf Bildung – und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern“, sagte Ingo Müller, Schulleiter der Lenné-Gesamtschule in Potsdam. In der Abiturstufe seiner Schule werden derzeit relativ wenig Schüler aus einkommensschwachen Familien unterrichtet. Für besonders wichtig hält Müller die sich aus dem Schüler-Bafög ergebende Möglichkeit, ein hochwertigeres Abitur zu erzielen, weil die Schüler sich nun eher auf die Schule konzentrieren könnten. "Die Notwendigkeit, bereits neben der Schule arbeiten gehen zu müssen, wird geringer werden", so Müller. „Unser Ziel ist es, den Anteil von Schülern aus einkommensschwachen Familien zu erhöhen, denn gute Bildung ist die beste Startrampe für sozialen Aufstieg“, so die Landtagsabgeordnete Klara Geywitz. „Für uns gilt das alte Motto: Unseren Kindern soll es einmal besser gehen. Das Schüler-Bafög ist dabei ein wichtiges Instrument.“ |


